AGZ Modell

Zukunftsmodell AGZ

DAS AGZ-MODELL – „Mächtiges Selbsthilfeinstrument für KMUs und EPUs“
Arbeitgeberzusammenschlüsse (AGZ) sind Kooperationen von Unternehmen
(unterschiedlicher Branchen) und/oder kommunalen Einrichtungen (Behörden, Gemeinden etc.) zum gemeinsamen Personalmanagement.
In einem AGZ schließen sich ArbeitgeberInnen zusammen, die ein neues Unternehmen (z.B. einen Verein, eine Genossenschaft oder eine GesmbH) gründen, mit der Absicht gemeinsam
Arbeitskräfte in Beschäftigung zu bringen und diese je nach Bedarf in den
Mitgliedsunternehmen einzusetzen. Die Mitgliedsunternehmen binden somit Fachkräfte (aus der Region), die sie alleine nicht ganzjährig bzw. in Vollzeit auslasten und finanzieren könnten.

Es handelt sich dabei nicht um einen Personalpool, auf welchen die Mitgliedsunternehmen zugreifen können, sondern vielmehr um eine Kombination der Bedarfe in den Mitgliedsunternehmen an Saison- und Teilzeitstellen zu langfristigen Vollzeitarbeitsstellen.
Die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Regionen über den AGZ bietet den Menschen eine langfristige Perspektive mit sicheren und abwechslungsreichen Jobs.
In Österreich ist das Beschäftigungsmodell noch weitgehend unbekannt und unerforscht

ZIELE DES PROJEKTS

– Schaffung neuer (Vollzeit-)Arbeitsplätze
– Stärkung des Arbeitsmarktes
– Sicherung von Fachkräften
– Umwandlung von Prekariat in Vollzeit-Arbeitsplatz

VORTEILE FÜR ARBEITGEBERINNEN

– Das Beschäftigungsrisiko wird auf die Mitgliedsbetriebe verteilt.
– Die Mitgliedsbetriebe können bei Bedarf ihr Stammpersonal durch
Personal aus dem AGZ ergänzen.
Sie bleiben auch bei größeren Aufträgen konkurrenzfähig.
– Arbeitgeberzusammenschlüsse ermöglichen den Einsatz von qualifizierten
SpezialistInnen in strategischen Funktionen (Qualitätsmanagement,
Marketing, EDV-Einsatz).
Die Kompetenzen des Unternehmens werden gestärkt.
– Arbeitgeberzusammenschlüsse bieten professionelles
Personalmanagement auch für kleine Unternehmen.
Die Mitgliedsbetriebe sparen Kosten.
– Die Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen innerhalb der
Arbeitgeberzusammenschlüsse werden auf alle Mitgliedsbetriebe verteilt.
Die Beschäftigten der Mitgliedsbetriebe profitieren von
hochwertigen Qualifizierungsmaßnahmen. Das technologische Wissen
bleibt im Unternehmen und auf dem aktuellen Stand.
– AGZ sind attraktive Arbeitgeber, da ArbeitnehmerInnen mit
abwechslungsreichen Aufgaben konfrontiert sind und dies ein wichtiger
Faktor bei der Arbeitsplatzwahl darstellt – Stichwort: employer branding.
– Durch die im AGZ zusätzlich Beschäftigten haben die Betriebe die
Möglichkeit ihre Kerngeschäftsfelder optimal zu bedienen bzw. neue
Geschäftsfelder zu eröffnen.

VORTEILE FÜR ARBEITNEHMERINNEN

– In Arbeitgeberzusammenschlüssen entstehen (Vollzeit-)Arbeitsplätze für
die Beschäftigten, was zu mehr Planungssicherheit in der Lebensplanung
von Menschen führt – auch im Hinblick auf deren Erwerbsbiographie.
– Der AGZ ist der alleinige Arbeitgeber. Die Anstellung erfolgt nicht über
Leiharbeits- oder Personalleasingfirmen.
– Arbeitgeberzusammenschlüsse organisieren Weiterbildungen, mit denen
sich die Beschäftigten qualifizieren und ihre Kompetenzen erweitern.
Die berufliche Flexibilität der Beschäftigten steigt.
– Durch den regelmäßigen Wechsel der Arbeitsstellen innerhalb des AGZ
entwickeln die Beschäftigten eine größere Selbständigkeit und breiter
angelegte Fähigkeiten. Ihr Wert für die beteiligten
Unternehmen steigt. Somit können die Beschäftigten ihren Arbeitsplatz
zu einem Gutteil absichern.
– Durch die Kombination verschiedener Teil-Bedarfe der Unternehmen
können neue Stellen geschaffen werden. Viele Arbeiten, die zuvor durch
Überstunden, durch „Aushilfen“, gelegentlich nebenher oder auch gar nicht
er bracht wurden, können so ein sozialversicherungsrechtliches
Arbeitsverhältnis begründen.
– Ein AGZ unterliegt kollektivvertraglichen Bestimmungen und den
gesetzlichen Regelungen des Arbeitsrechts wo- mit Lohndumping oder
Scheinselbstständigkeit von vornherein ausgeschlossen sind.

VORTEILE FÜR STAAT

– AGZ verbessern die Chance, neue Arbeitsplätze entstehen zu lassen,
da Teilbedarfe an Arbeitskräften (die in dieser Form nicht zu
Anstellungsverhältnissen führen würden) zu Vollzeitstellen kombiniert
werden.
– Durch die regionale Verankerung des AGZ entwickelt sich dieser immer
mehr zum Spezialisten für die Wirtschaft und kann in dieser Rolle
bestmöglich auf die beteiligten ArbeitgeberInnen eingehen und deren
Personalentwicklung unterstützen.
– Kooperation wird in Wirtschaften immer wichtiger. Als Nebeneffekt der
gemeinsam durchgeführten Personalteilung erhöht sich die Chance,
Kooperation auch in anderen Bereichen zwischen den Mitgliedsbetrieben
im AGZ zu realisieren.
– Das Halten von Lehrlingen und Fachkräften in der Region / in der Gemeinde
erhöht die Steuereinnahmen, was zu mehr Gestaltungsspielraum der
Gemeinden führt.
– Ein AGZ kann mithelfen, strukturschwache Gebiete zu stärken und
Abwanderung zu verhindern. Dies wiederum führt zu einer Zunahme an
wirtschaftlicher Prosperität in der Region.

Ein „AGZ-Modell“ als Innovation hätte auch
spezielle Auswirkungen auf
die notwendigen Qualifikationen von jungen Menschen
(aber auch älterer Aufgabensuchender)
a.) fachliche (unterschiedliche Bedarfe der Unternehmen)
b.) soziale (Empathiefähigkeit für mehrere verschiedene DienstgeberInnen)

Bei eventuellem Interesse:

optionaler Ansprechpartner: Harald Unterhuber, Untereichengasse 14, 3040
Neulengbach, Tel. 0681/10751055, e-mail: harald_unterhuber@hotmail.com